M.J. Arlidge: No way back

Wer ist Helen Grace? Bzw. warum ist sie so wie sie ist? Was hat sie zu der erfolgreichen, aber eigenwilligen Ermittlerin gemacht? Mit dem eBook und den darin enthaltenen zwei Kurzgeschichten will Matthew J. Arlidge den Lesern seine zwiespältige Protagonistin näher bringen.

„Ich habe für den Rest meines Lebens genug Berühmtheit genossen. Also sage ich Jodie Haynes auf Wiedersehen und begrüße mein neues Leben. Zuerst weiß ich nicht, wie ich mich nennen will, doch mitten in der Nacht überfällt mich ein Geistesblitz. Ich werde eine Anleihe bei den beiden Frauen machen, die gut zu mir waren – bei meiner Grußmutter Helen und bei Officer Simmons. … ´Mein Name ist Helen Grace.´“ (Zitat Seite 56)

_No way backIn der ersten Geschichte begegnen wir einem jungen Mädchen in einem Waisenhaus. Einmal mehr muss die 12jährige Jodie Haynes sich ihren Platz zwischen fremden Kindern suchen und sich behaupten. Statt Geborgenheit und Sicherheit erwarten sie im Heim Gewalt, Verrat und Machtmissbrauch.
Dabei hat Jodie eigentlich genug damit zu tun, mit ihrer Vergangenheit fertig zu werden. Als zweites Kind eines gewalttätigen Säufer-Ehepaars erlebte sie Entbehrungen und Misshandlungen, die darin gipfelten, dass ihre ältere Schwester Marianne die Eltern tötete. Und weil Jodie die Wahrheit sagte, sitzt Marianne nun im Gefängnis und verweigert jeden Kontakt zu ihr.
Erster und einziger Lichtblick in dieser dunklen Zeit ist die Polizistin Grace Simmons.

Die zweite Geschichte zeigt eine junge Erwachsene namens Helen Grace, die sich im Polizeidienst bewähren muss und will. Der Unfalltod eines dunkelhäutigen Mannes weckt Helens Instinkte. Irgendetwas stimmt da nicht. Entgegen der Anweisungen ihres Vorgesetzten ermittelt sie auf eigene Faust, teilweise privat. Das fällt auch beim Chef des Ermittlerteams auf. Er gibt ihr eine Chance und Helen ergreift sie. Trotz drohender Konsequenzen von ihrem eigentlichen Vorgesetzten.

Es lohnt sich

Es ist schön etwas aus Helens Vergangenheit zu erfahren. Das eine oder andere wird in den Romanen ja immer mal thematisiert, aber mit den Shortstorys ist es nochmal was anderes.
Ich habe diese Lektüre zwischendurch genossen. Von mir aus hätten es auch gern noch ein oder zwei mehr Geschichten aus Helens Vergangenheit sein können. Hintergründe sind ja immer interessant. Vielleicht kommt ja nochmal so ein Zwischenspiel.
Die Shortstorys sind gewohnt fesselnd und spannend. Schon hier zeigt sich Helens Gerechtigkeitssinn und auch ihr Zwiespalt zwischen Herz und Vernunft.
Ich will nicht lange drum herum reden: es lohnt sich die beiden Geschichten zu lesen. Sie bringen einem die toughe Ermittlerin noch etwas näher.

Bisher erschienen in der DI-Helen-Grace-Reihe:

Einer lebt, einer stirbt
Schwarzes Herz
Kalter Ort
In Flammen
Letzter Schmerz

 

Autorenporträt
Matthew J. Arlidge hat fünfzehn Jahre lang als Drehbuchautor für die BBC gearbeitet. Inzwischen betreibt er eine eigene unabhängige Produktionsfirma, die vor allem auf Krimiserien spezialisiert ist. Der Auftakt der Helen-Grace-Reihe «Einer lebt, einer stirbt» war in England das erfolgreichste Debüt 2014, die Reihe erscheint in 30 Ländern.

Buchinfo
„No way back“ Zwischenspiel zur Helen-Grace-Reihe von Matthew J. Arlidge, erschienen bei Rowohlt rotation
eBook: 200 Seiten, € 1,99, ISBN: 978-3-644-40314-7

Quellen
Bild/Autorenporträt: www.rowohlt.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

 

4 Gedanken zu “M.J. Arlidge: No way back

    • Hallo Marion,
      da die beiden Storys ja die Ursprünge von Helen Grace beleuchten, kann man diese Episoden auch ohne Vorkenntnis der Reihe lesen. Wenn man die Reihe schon kennt – egal bis zu welchem Band – sind sie eine schöne Ergänzung. Ansonsten einfach die Geschichte eines Mädchens, dass sich durchs Leben boxt. 🙂
      Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
      Sanne

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: M.J. Arlidge: Eingeschlossen | Wortgestalten

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