Matthew J. Arlidge: Blinder Hass

Gerade einmal drei Monate ist DI Helen Grace wieder im Polizeidienst in Southampton. Das Verhältnis zu ihrem Team ist schwierig – haben doch viele von ihnen vor nicht allzu langer Zeit wegen Mordes gegen sie ermittelt und sie ins Gefängnis gebracht. Doch nun fordert ein Pärchen Helens Aufmerksamkeit, das Southampton in Angst und Schrecken versetzt. Binnen eines Tages fordert ihre Jagd gleich mehrere Opfer.

„Sie hatte gehofft – darum gebetet -, dass der Mord auf der Landstraße eine Einzeltat gewesen war. Doch hier hatte sie den Beweis vor sich, dass sie es mit etwas noch Schlimmerem, etwas Weitreichenderem zu tun hatte. Sie fühlte sich nicht bereit für einen solchen Fall, hatte nicht die Kraft dafür. Doch einmal mehr sah sie sich in einenAlbtraum hineingezogen.“ (Zitat Seite 85)

_Blinder HassFür den Großteil von Southampton beginnt der Tag ganz friedlich. Nicht so für Sonja Smalling, die auf dem Weg zur Arbeit an einem Unfallort vorbei kommt. Und auch nicht für DI Helen Grace, die wenig später die sterbende Sonja auf der Straße findet. Von den Tätern ist nichts mehr zu sehen.
Ein tödlicher Wettlauf hat begonnen, von dem noch außer den Killern keiner etwas ahnt. Wenig später gibt es einen weiteren Mord. In einer Apotheke in der Innenstadt von Southampton wird der Inhaber ausgeraubt und getötet.
Damit sind die Täter aber noch lange nicht fertig. Ein Plan treibt sie an, von dem die Polizei nicht das Geringste weiß. DI Helen Grace und ihr Team stehen unter Hochspannung. Es ist die erste richtige Belastungsprobe, seit Helen rehabilitiert wurde und in den Dienst zurückgekehrt ist. Fehlendes Vertrauen in ihre Untergebenen ist dabei nur ein Punkt, der Sand ins Getriebe streut.
DI Helen Grace fühlt sich diesem Fall in keinster Weise gewachsen und muss doch irgendwie versuchen die Mörder aufzuhalten. Immerhin einen der Täter haben sie bald identifiziert. Ist das der Durchbruch?

Atemlos, atemloser, Blinder Hass

Ich bin von Matthew J. Arlidge ja schon temporeiche Thriller gewöhnt. Aber „Blinder Hass“ setzt dem Ganzen (vorläufig?!) die Krone auf. Wie üblich sind die Kapitel kurz gehalten, was den Leser von einer Szene in die nächste schleudert. Dieses Mal beschränkt Arlidge die Story aber auch noch auf nur einen Tag. Anhand der über den Kapiteln stehenden Uhrzeit kann man so quasi im Minutentakt die Handlungen der verschiedenen Parteien verfolgen.
Dieser Handlungsaufbau verursachte bei mir abwechselnd Schnappatmung und Luft-anhalten, hektisches Umblättern und permanente Spannung. Dass ich das Buch nur aus der Hand legte, weil ich leider auch mal Arbeiten muss, versteht sich von selber. Als Leser steht man ständig unter Strom. Eine sehr aufregende Erfahrung, auch wenn man danach erstmal wieder zu sich kommen muss.
Ich jedenfalls habe die Lektüre sehr genossen. Arlidge versteht es mit seinen schnellen Szenewechseln, den interessanten Figuren und der spannenden Story den Leser in seinen Bann zu schlagen. Für mich bisher der beste DI Helen Grace Roman der Reihe.

Bisher erschienen in der DI-Helen-Grace-Reihe:

Einer lebt, einer stirbt
Schwarzes Herz
Kalter Ort
In Flammen
Letzter Schmerz
No way back
Eingeschlossen

 

Autorenporträt

Matthew J. Arlidge hat fünfzehn Jahre lang als Drehbuchautor für die BBC gearbeitet. Inzwischen betreibt er eine eigene unabhängige Produktionsfirma, die vor allem auf Krimiserien spezialisiert ist. Der Auftakt der Helen-Grace-Reihe «Einer lebt, einer stirbt» war in England das erfolgreichste Debüt 2014, die Reihe erscheint in 30 Ländern.

Buchinfo
„Blinder Hass“ DI-Helen-Grace-Reihe, Band 7 von Matthew J. Arlidge, erschienen bei rororo
Taschenbuch: 368 Seiten, € 9,99, ISBN: 978-3-499-27370-4
eBook: 416 Seiten, € 9,99 ISBN: 978-3-644-40279-9

Quellen
Bild + Autorenporträt: www.rowohlt.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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