MoFra: Lesen = Höhrbuch-hören?

Montagsfrage 3Das Wochenende war viel zu schnell vorbei, findet Ihr nicht auch? Ich habe die beiden freien Tage in meiner derzeit viel gescholtenen Heimat Sachsen bei meiner Familie verbracht. Meine Tante wurde 60 Jahre alt und hat gefeiert. Immer eine schöne Gelegenheit einen Großteil der Verwandtschaft gesammelt anzutreffen. Dazu habe ich gleich noch ein bisschen Mamas Garten geplündert und frisches Gemüse mitgebracht. Nun ist aber die neue Woche schon gestartet. Und das wird mit der Montagsfrage eingeläutet. Diese wird nun gestellt von Antonia aka Lauter und Leiser. Heute möchte sie wissen:

 

Ist Hörbuch-Hören für dich mit „klassischem“ Lesen gleichzusetzen?
Oder ist beides für dich grundverschieden?

Zunächst mal bin ich kein Hörbuch-Hörer. Nur wenn ich bei meiner liebsten Freundin bin, höre ich mal ne halbe Stunde mit, weil sie eben darauf steht.

Für mich ist es definitiv grundverschieben. Wobei es hier weder richtig noch falsch oder besser und schlechter gibt. Nur eben anders.

Beim Selbst-lesen habe ich das Buch in der Hand. Ich fühle es, rieche es eventuell sogar und nehme den Text über die Augen auf. Das was der Autor schrieb, kommt sozusagen ungefiltert und unbeeinflusst bei mir an. Ich konzentriere mich darauf und sehe buchstäblich nichts anderes. Es gibt nur mich und das Buch. In meinem Kopf entstehen Bilder beim Lesen, die sich mit jedem Satz verändern, bis es ein fertiger Film ist.

Ein Hörbuch hingegen dringt durch die Ohren in den Kopf und man steht regelrecht mit leeren Händen da. Ein Hörbuch geht nebenbei, man kann Auto fahren, den Haushalt erledigen oder Gartenarbeit. Womöglich ist man da schneller abgelenkt bzw. nicht so konzentriert bei der Sache. Wenn man nebenher noch was macht erst recht, aber auch wenn man vielleicht nur irgendwo sitzt. Hat man nicht gerade die Augen zu, dann guckt man in der Gegend rum und macht sich seine Gedanken zu dem was man sieht. Ich könnte mich da nicht konzentrieren. Dann fände ich es auch schwierig in meinem Kopf zum Buch Bilder entstehen zu lassen. Viel eher sehe ich dann jemanden vor mir, der gerade das Buch liest, als den Inhalt des Buches selbst. Überhaupt glaube ich, dass der Vorleser sehr viel ausmacht. Die Stimme ist wichtig und natürlich wie er es vorträgt. Dadurch nimmt man das Buch nicht so unbeeinflusst wahr, als würde man selber lesen.

Unabhängig davon finde ich sehr gut, dass es Hörbücher gibt. (Bzw. dass es überhaupt verschiedene Arten gibt, Bücher zu konsumieren.) Sie sind eben eine andere Art um Bücher den Menschen zugänglich zu machen. Ideal für Leute, die nicht so gut lesen können oder gar Analphabeten sind oder die einfach nicht stillsitzen können, um ein Buch selbst zu lesen.

3 Gedanken zu “MoFra: Lesen = Höhrbuch-hören?

  1. Pingback: Die Montagsfrage #2 – Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden? | Lauter&Leise

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