Helen Cooper: Das Museum der sprechenden Tiere

Eine geheimnisvolle Einladung lockt Ben in das alte Gee-Museum. Er kann ja nicht ahnen, welche Folgen das hat. Für ihn selbst, für seine Mutter und auch für das Museum samt seiner Ausstellungsstücke. Eine kurzweilige und fantasievolle Unterhaltungslektüre voller zauberhafter Illustrationen. Einfach schön fürs Auge und gut für die Entspannung.

Die Hexe war nicht so leicht zu sehen, da sie klein und in gewirkte Spinnweben gekleidet war, die farblich mit dem Nebel verschmolzen. Nur ihr Haar verriet sie, das in Farbe und Form an verrostete Sprungfedern erinnerte, und im Vorbeifliegen blitzte es grün auf. (Zitat Seite 195)

_Das Museum der sprechenden TiereDer 12jährige Ben und seine Mutter leben allein und schlagen sich mit einem Schreibwarenladen mehr schlecht als recht durch. Doch ein Bauunternehmer droht ihr Zuhause zu zerstören.
In dieser verzweifelten Lage erhält Ben ganz unerwartet eine Einladung. An die Milchflasche gelehnt steht da morgens plötzlich eine Karte des alten Gee-Museums, mit der Aufforderung „Komm jetzt oder komm nie“. Was soll das denn bedeuten? Auch Bens Mutter weiß das nicht. Aber sie hat auch keinen Kopf dafür.
Die Einladung weckt eine lange verschüttete Erinnerung in dem Jungen. Wie er mit seinem Vater als kleines Kind im Museum zwischen ausgestopften Tieren herum läuft und sich mit einem Nilpferd unterhält. Ein komischer Gedanke.
Gleich am nächsten Tag macht Ben sich neugierig auf den Weg. Während er darauf wartet, dass das Museum öffnet, belauscht er ein Gespräch. Ein Bauunternehmer scheint mit der Direktorin des neuen Entdeckermuseums einen gemeinen Plan auszuhecken. Sie wollen das Gee-Museum kaufen und die Sammlung auflösen, weil sie schon viel zu alt ist. Und mit einem fiesen Trick wollen sie die jetzige Besitzerin Constance Garner-Gee zum Verkauf zwingen.
Eilig geht Ben ins Museum um Constance zu warnen. Doch noch bevor er bis zur Eigentümerin gelangt, begegnet er dem Nilpferd. Aber es ist dann doch ein kleiner Rüsselspringer, der ihn aus einer Vitrine heraus anspricht.

Wie zauberhaft!

Als erstes fiel mir natürlich das leuchtend rote Cover mit dem ebenso leuchtend grünen Chamäleon auf. Und beim Aufschlagen dann sofort die wunderhübschen Illustrationen. „Oh, wie zauberhaft!“ war mein erster Gedanke.
Ja, schon klar, es ist ein Jugendbuch, nicht unbedingt das was ich sonst lese. Aber es war eine sehr schöne Abwechslung. Es ist nicht allzu kompliziert, steckt voller Überraschungen und Spannung. Natürlich hab ich mit Ben mitgefiebert bei der Rettung des Museums. Und auch bei der Entdeckung seiner Familiengeschichte. Zwischendurch habe ich immer wieder die kleinen und liebevollen Zeichnungen bewundert, die die Geschichte so schön ergänzen.
Die Lektüre hat mir Spaß gemacht und ich wünschte, ich könnte selbst das Gee-Museum einmal besuchen.
Für Jugendliteratur bin ich kein Experte, aber ich werde es jedem empfehlen, der mal etwas anderes als nur Krimis oder ernste Familiengeschichten mit historischem Hintergrund lesen möchte.

 

Autorenporträt
Helen Cooper ist für ihre Bilderbücher bereits mehrfach ausgezeichnet worden, u. a. mit der Kate Greenaway Medal. Sie wurden bisher in mehr als 26 Sprachen übersetzt. «Das Museum der sprechenden Tiere» ist ihr erstes Kinderbuch.

Buchinfo
„Das Museum der sprechenden Tiere“ von Helen Cooper, erschienen bei rororo rotfuchs
Hardcover: 384 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-499-21828-6
eBook: 384 Seiten, € 9,99, ISBN: 978-3-644-40507-3

Quellen
Bild/Autorenporträt: www.rowohlt.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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