Kamele „küssen“ zärtlich

Ich habs in der Montagsfrage schon erwähnt: am Wochenende hab ich an einer Fütterungs-Führung durch den Tierpark Zittau mitgemacht. Naja, eigentlich wurde die nur für mich veranstaltet. Meine Schwester hat mir das zum Geburtstag geschenkt und ich habe den Gutschein jetzt endlich einlösen können. 🙂
Der Tierpark Zittau befindet sich in der gleichnamigen Stadt, die unmittelbar neben meinem Heimatdorf liegt. Ganz idyllisch in der „Weinau“ genannten Parkanlage. Vor einigen Jahren hat das Gelände sehr unter dem Hochwasser gelitten, aber inzwischen ist ganz viel wieder aufgebaut worden.

Tierfütterung im kleinen Kreis

20181013_093530-2Schon die Terminvereinbarung im Vorfeld war sehr nett. Ich wurde auch gefragt, welche Tiere ich unbedingt dabei haben möchte. Denn für manche braucht man Verstärkung – wie zum Beispiel das von mir gewünschte Kamel.
Jedenfalls ging es am Samstag Vormittag ab in den Tierpark. Im kleinen Kreis von fünf Erwachsenen und der süßen Nachbarstochter wurden wir freundlich in Empfang genommen. In den folgenden 2,5 Stunden spazierten wir durch den Park, fütterten Tiere und bekamen ganz viele Infos dazu.

Hinein ins Vergnügen

Den Anfang machten wir bei den Liszt-Äffchen und Gürteltier Olsen. Dann ein paar weitere Krallenäffchen, die recht schreckhaft waren, aber sich über unsere Bananen freuten. Besonders putzig fand ich die Fütterung der Nasenbären, zu denen wir sogar ins Gehege durften und die alles verschmähten bis auf – Überraschung – auch Bananen. Dann die kurzsichtigen Stachelschweine, Alpakas, die verrückt nach Möhren sind, Bennet-Kängurus, der Lachende Hans, durchs Hirschgehege, schnell ein paar Wachteln dem Luchs ins Gehege geworfen und dann mein persönlicher Höhepunkt: die Kamele.

Ein Nasenkuss vom Kamel

P1080158-2Unsere freundliche Fütterungsbegleitung von der Tierpark-Pädagogik bekam Verstärkung von der Pflegerin der Tiere. Nachdem alle zugestimmt hatten, dass wir ins Gehege der Tiere gehen und keines herausholen, wurden wir instruiert. Vor allem über das Begrüssungsritual: Kamele lernen sich mit einem Nasenkuss kennen. Will heißen, sie kommen ganz nach an das Gesicht heran, um den Atem ihres Gegenüber zu schnuppern. (An der Stelle ein kurzer Mundgeruch-Check. Ja, alles im grünen Bereich.) In dem Falle auf jeden Fall ruhig bleiben.
Da ich als erste das Gehege betrat ist es vermutlich ganz natürlich, dass ich auf die traditionelle Weise begutachtet wurde. Tatsächlich kam mir das Kamel ganz nah und ich konnte die kleinen feinen Härchen an der Nase und am Mund spüren. Ich hielt ganz still und pustete ein bisschen Luft aus. Es fühlte sich ganz weich und zart an, als das kleine Kamel mich beschnupperte. Es war weder feucht oder eklig und hatte auch keinen Mundgeruch. Das war total cool.

Pinguine und Loris

P1080178Im Übrigen war es zwar das Kamelkind, das mich begrüsste, aber es überragt mich trotzdem noch um einen knappen Meter. Mama Kamel war zurückhaltender und wollte uns offenbar nicht riechen. Erst als wir ein paar Möhrchen als Bestechung anboten, kam sie auch kurz näher. Papa Kamel war in einem separaten Bereich. Den durften wir zwar auch näher anschauen, aber bei ihm war ich froh, dass die Beschnupperung ausblieb, denn er war so entspannt, dass es ein recht feuchter „Kuss“ geworden wäre.
Total happy verließ ich die friedlichen Kamele. Damit aber nicht genug. Den Abschluss unserer Tour machten wir mit den Pinguinen und den Loris. Letztere sind kleine knallbunte Vögel, die sich regelrecht auf uns stürzten, als wir mit süssem Saft und Früchten kamen. Ein aufgeregtes Flattern und Tiere auf Armen, Schultern und dem Kopf. Ganz zu schweigen vom Lärm. Auch ein tolles Erlebnis.

Ein toller Tag

Ein Geschenk ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn man über Tierparks und Zoos geteilter Meinung sein kann, von wegen eingesperrte Tiere und artgerechte Haltung. Ich persönlich finde es gut, dass es die Möglichkeit gibt, so nicht nur einheimische Tiere sondern eben auch Exoten zu sehen und etwas über sie zu lernen.
Auf jeden Fall hatte ich einen tollen Tag und freue mich über meinen ersten – und vermutlich auch letzten – Kamelkuss.

2 Gedanken zu “Kamele „küssen“ zärtlich

    • Hallo Bine,
      danke für das Feedback. Gern geschehen. Das war wirklich ein sehr tolles Geschenk. Da kann der Jochen Schweizer noch was lernen mit seinen Erlebnisgeschenken. *g*
      Guck doch mal ob ein Tierpark oder Zoo in Deiner Nähe sowas anbietet. Für die Wilhelma hab ich es auch entdeckt – wenn auch hier „nur“ 1 Tier besucht werden kann.

      Liebe Grüße
      Sanne

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