BüRü: Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes

Schon bevor ich diesen Blog hier gestartet habe, schrieb ich Rezensionen. Darunter waren viele Bücher, die mich in irgendeiner Weise (in der Regel positiv) beeindruckt haben. Und es wäre schade, wenn man sich immer nur mit Neuerscheinungen beschäftigt ohne auch mal zurück zu blicken. Daher möchte ich Euch unter der neuen Kategorie „Bücherrückblick“ – kurz BüRü – eben die Bücher vorstellen, die zwar nicht neu, aber eben für mich sehr nachhaltig sind. Viel Spaß dabei.

Jenseits aller Kriminaltechnischen Labore, gerichtsmedizinischen Institute und medial begabten Kriminalisten, gibt es nur einen wahren Detektiv – Sherlock Holmes. Der Urvater aller Ermittler. Columbo, Monk, sogar Miss Marple haben – so gut sie auch sein mögen – bei einem Vergleich mit diesem Genie keine Chance. Arthur Conan Doyle hat Ende des 19. Jahrhunderts das wohl berühmteste Ermittlerduo geschaffen. Sherlock Holmes und Dr. Watson sind noch heute in aller Munde. Und ganz zu recht.

sherlock-holmesSchon immer sah Dr. Watson es als seine Aufgabe, die ungewöhnlichen Fälle seines Freundes Sherlock Holmes für die Nachwelt festzuhalten. Ist doch die Art und Weise wie der hagere Ermittler verzwickte Fragen und Probleme löst unvergleichlich. Seine Beobachtungsgabe und sein Scharfsinn sind legendär.
In diesem Band sind sieben Fälle des Ermittlerduos Holmes/Watson zusammen gefasst. Die Fälle reichen vom Beginn der Karriere des Detektivs bis hin zu den Tagen, als Holmes sich bereits lange Jahre etabliert hat. Seine Klienten sind verzweifelte junge Damen, hochgestellte Politiker, Betreiber mittelständischer Unternehmen und natürlich bittet auch die Polizei immer wieder um Hilfe.
Ein Mitglied der adligen Familie Musgrave etwa sucht den Detektiv auf, weil sein langjähriger Butler verschwunden ist und eines der Hausmädchen mit einem Mal Anzeichen von Wahn erkennen lässt. Vor seinem Verschwinden allerdings wurde der Butler in der Bibliothek des Hauses erwischt, wie er in alten Familienunterlagen las, die ein Generationenübergreifenes Ritual behandelten. Mit Dr. Watson macht Holmes sich auf Spurensuche.
Eine junge Frau beklagt ihre nächtlichen Ängste. Gemeinsam mit dem verwitweten Stiefvater lebt sie in einem Herrenhaus. Dieser ist jähzornig und seiner Stieftochter nicht eben wohlgesonnen. Nach dem mysteriösen Tod ihrer Schwester und einer rätselhaften Aussage vor ihrem Ableben ist die junge Frau beunruhigt. Bereits nach wenigen Worten ahnt Holmes die dramatische Situation und macht sich auf, der Dame in Not zu helfen.
In einer der Erzählungen lernt man sogar Mycroft Holmes, den Bruder des berühmten Sherlock  kennen. Dessen Beobachtungs- und Kombinationsgabe ist der des Detektivs noch weit voraus. Er ist jedoch weniger tatkräftig und eher in seinem Männerclub zu finden. Bei einem Treffen der Brüder lernen sie den Dolmetscher Mr. Melas kennen, der von einer Entführung berichtet. Die Herren sind von der Erzählung fasziniert und gehen dem Rätsel auf den Grund.

Der Klassiker schlechthin – Ich liebe es

Obwohl ich schon viel von Sherlock Holmes gehört und auch Verfilmungen gesehen habe, ist mir bisher noch kein Buch dazu in die Hände gefallen. Glücklicherweise ist dieser Mangel jetzt beseitigt und nach der Lektüre, werde ich sicherlich auch noch weitere Bücher von Arthur Conan Doyle um den berüchtigten Detektiv lesen.
Die Erzählungen sind genau richtig, für den kurzen Krimi zwischendurch. Dank der Berichte aus Dr. Watsons Sicht fühlt man sich dem großen Ermittler ganz nahe. Darüber hinaus sind Sprache und Ausdruck weit weniger altertümlich als ich bisher immer angenommen habe. Das bedaure ich etwas, denn ich mag die „alten“ Formulierungen.
Faszinierend hingegen ist nach wie vor die legendäre Kombinationsgabe. Besonders amüsant wird es wenn die Holmes-Brüder aufeinander treffen und sich quasi einen kleinen Schlagabtausch in Sachen Beobachtung und Schlussfolgerung geben. Ungläubig lächelnd möchte man sich die Augen reiben.
Die Erzählungen um Sherlock Holmes sind ein Klassiker. Und allein deshalb schon sollte man sie lesen. Aber mindestens ebenso zwingend spricht der Unterhaltungswert und die Spannung für eine Empfehlung.

 

Buchinfo
“Sherlock Holmes Kriminalgeschichten“ von Arthur Conan Doyle, erschienen bei dtv
Taschenbuch: 240 Seiten, € 8,90, ISBN 978-3-423-13755-3

Quellen
Bild+Autorenporträt: www.dtv.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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