Dan Brown: Inferno

Kaum erwacht Robert Langdon aus seiner Bewusstlosigkeit da muss er schon einer Auftragsmörderin entkommen. Seine rasante Flucht führt den Professor durch Florenz und Venedig. Vor allem aber durch die berühmte „Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri. Immer an seiner Seite die geheimnisvolle und überaus intelligente Sienna Brooks.

InfernoProfessor Robert Langdon erwacht mit einer Schusswunde am Kopf in einem Krankenhaus. Dieses steht nicht wie zunächst angenommen in seiner Heimat Massachusetts, sondern entpuppt sich als Klinik in Florenz, Italien. Doch kaum hat der Symbologe das erfasst, rauscht eine Auftragskillerin auf ihn zu. Nur mit knapper Not und der beherzten Hilfe der Ärztin Sienna Brooks entkommt Robert dem Tod.
In Siennas Wohnung tauschen die beiden Flüchtigen zunächst ihre dürftigen Informationen aus. Sienna berichtet von seiner Ankunft in der Klinik und Robert von seinem Gedächtnisverlust der die letzten beiden Tage umfasst.
Zu beider Überraschung finden sie in Roberts Jackett einen kleinen Projektor der ein Gemälde von Sandro Botticelli zeigt. Das berühmte Bild stellt die neun Kreise der Hölle dar nach dem Vorbild der „Göttlichen Komödie“ von Dante Alighieri. Doch das Gemälde ist kein Original, sondern wurde geschickt verändert. Es finden sich Hinweise, die Robert und Sienna auf eine Schnitzeljagd durch Florenz und später auch Venedig schicken.
Alles unter Zeitdruck, denn ihnen auf den Fersen sind eine Geheimorganisation und die WHO mit ihren jeweiligen Bluthunden. Und es geht um nichts weniger als die Rettung der Menschheit.

Temporeiches Spektakel, das nicht enttäuscht

In altbekannter Manier jagt Dan Brown seinen liebenswerten Protagonisten Robert Langdon wieder einmal durch italienische Städte. Das temporeiche Spektakel enttäuscht den Leser nicht. Spannungsgeladen eilt man mit Robert und Sienna durch geheime Gänge, gefährlich hohe Dachkonstruktionen, durch Museen und vorbei an eindrucksvollen Gebäuden.
Auch diese Jagd zur Rettung der Welt macht einen Heidenspaß. Dabei war ich durchaus skeptisch nach der ganzen Geheimniskrämerei. Es sei dahingestellt, ob dies gerechtfertigt war.
Dan Brown jedenfalls hat wieder ein tolles Buch abgeliefert. Die schnell aufgebaute Spannung kann er halten bis zum Schluss. Dort wird es allerdings dann etwas verwirrend bei der Aufklärung. Bemängeln könnte man natürlich wie realistisch es ist, dieses Laufpensum in dieser kurzen Zeit zu schaffen, dass außerdem ständig ganz zufällig noch ein Geheimgang da ist zur Rettung und Robert Langdons offenbar immens große Blase – er muss nämlich in der ganzen Zeit nicht einmal aufs Klo.
Aber ich will nicht kleinlich sein, denn das kann man verwinden, denn in dem Fall ist der Weg das Ziel. Ganz besonders löblich die Ausführungen zur „Göttlichen Komödie“; sie sind interessant und machen Lust auf mehr. Ebenso wie auf all die anderen Kunstwerke, die im Buch erwähnt werden.

Autorenporträt
Dan Brown, Sohn eines Mathematikprofessors und einer Musikerin, arbeitete als Englischlehrer, bevor er mit dem Roman „Illuminati“ weltweit für Aufsehen sorgte. Mit seinen Romanen, die durch ihre Mischung aus Action, Wissenschaft und Geschichte bestechen, beherrscht er seither die internationalen Bestsellerlisten. Im Jahr 2004 wurden seine beiden Titel „Sakrileg“ und „Illuminati“ die Jahresbestseller in der Kategorie Hardcover und Taschenbuch! Mit seinem in 35 Ländern erschienenen und mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmten Buch „Sakrileg“ wurde er zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahrzehnte. Dan Brown ist verheiratet und lebt mit seiner Frau, einer Kunsthistorikerin, in Neuengland.

Buchinfo
„Inferno“ von Dan Brown, erschienen Mai 2013 bei Bastei Lübbe, Hardcover, 685 Seiten, € 26,00, ISBN: 978-3-7857-2480-4

Quellen
Bild: www.luebbe.de / Text: Susanne

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