Lyndsay Faye: Der Teufel von New York

Timothy Wilde gehört als einer der ersten zur frisch ins Leben gerufenen Polizei-Truppe in New York: dem New Yorker Police Department = NYPD. Kaum hat er seinen Dienst angetreten, da fördert er auch schon 19 Kinderleichen zu Tage. Dank seiner schnellen Auffassungsgabe soll er ermitteln, was den brutal zugerichteten Jungen und Mädchen zugestoßen ist.
 
Mein Lieblingssatz: „Die Dunkelheit raffte ihre dicken Röcke um New York zusammen, als wir an der Ecke William Street und Pine Street anhielten.“

Der Teufel von New YorkIrland: Die große Hungersnot nach der Kartoffelfäule treibt viele Iren nach Amerika. Ein Großteil von ihnen sucht ihr Glück in New York. Dessen Bewohner sind Protestanten und empfangen die katholischen Einwanderer, die sie als Papisten bezeichnen, nicht mit offenen Armen. Konflikte sind vorprogrammiert.
New York Juli/August 1845: Nach einem Brand ist Barkeeper Timothy Wilde entstellt und braucht einen neuen Job. Sein älterer Bruder verschafft ihm einen Posten in der neu gegründeten Polizei von New York – vielen bekannt als NYPD. Die Truppe setzt sich aus teils zwielichtigen Gestalten zusammen und ist nicht sonderlich angesehen oder gar beliebt. Auch Tim ist alles andere als begeistert von seiner neuen Aufgabe.
Erst als ihm die kleine Bird Daly blutbesudelt entgegen taumelt und seinen Beschützerinstinkt weckt, findet Tim einen Weg aus seiner Depression. Das Mädchen berichtet von einer Bluttat. Und tatsächlich findet sich am nächsten Tag die grausam zerfetzte Leiche eines kleinen Jungen. Bald darauf findet Tim ein Grab mit 19 weiteren Kinderleichen. Alle Körper sind auf die gleiche Art und Weise geschändet worden.
Inoffiziell wird Tim von seinem Vorgesetzten beauftragt in aller Stille den Täter zu finden. Gerade in ihren Anfangstagen kann die neue Polizei sich noch keine Panik wegen eines brutalen Kindermörders leisten. Doch der Bekennerbrief eines offenbar verwirrten Geistes findet seinen Weg in die Zeitung. Da der Täter sich als religiöser Ire ausgibt, spitzt der ohnehin schwelende Konflikt zwischen New Yorkern und Iren sich zu.
Ein weiterer brutaler Kindsmord in aller Öffentlichkeit bringt Tim ganz schön in die Zwickmühle. Aber es führt ihn auch auf den richtigen Weg zur Lösung des Falles.

Bitte mehr davon

Eine tolle Story vor einem geschichtsträchtigen Hintergrund. Mit diesem ersten Ermittlungsfall in der Geschichte des NYPD hat Lyndsay Faye einen Volltreffer gelandet. Der historische Background mit Gründung des Police Departments und der großen Hungersnot in Irland beruht auf tatsächlichen Ereignissen.
Die Figuren sind fiktiv, aber nicht minder interessant. Insbesondere Hauptprotagonist Timothy gibt der Geschichte seinen besonderen Stempel. Und auch die anderen Figuren sind liebevoll und lebendig gezeichnet. Dank Lyndsay Faye ist man ganz nah am Geschehen und den Personen.
Spannend von Anfang bis zum Ende, ist die Story mitreissend und fesselnd. Ein Thriller den man kaum aus der Hand legen kann und mag. Ich bin zwar kein großer Fan von Serien, aber hier würde es mich tatsächlich sehr freuen, wenn ich mehr von Timothy Wilde und der neuen Polizei-Truppe lesen könnte.

Die gesamte Trilogie von Lyndsay Faye:

Der Teufel von New York
Die Entführung der Delia Wright
Das Feuer der Freiheit

Autorenporträt
Lyndsay Faye gehört zu den authentischsten New Yorkern, nämlich denen, die woanders geboren wurden. Sie lebt in Manhatten.

Buchinfo
„Der Teufel von New York“ von Lyndsay Faye, erschienen März 2014 bei dtv premium, 480 Seiten, € 15,90, ISBN 978-3-423-24993-5
eBook: 464 Seiten, € 13,99, ISBN 978-3-423-42043-3

Quellen
Bild: www.dtv.de / Text: Susanne

8 Gedanken zu “Lyndsay Faye: Der Teufel von New York

  1. Hallo Elli,
    gern geschehen. Ich hoffe, er gefällt Dir so wie mir. Ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung. Sag mir Bescheid, falls/wenn Du ihn gelesen hast. Bin neugierig auf Deine Meinung. 🙂
    Liebe Grüße
    sanne

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