Jasper Fforde: Es ist was faul

Thursday Next ist Spezialagentin bei einem Unternehmen das sich um die Ordnung in der Buchwelt kümmert. In dieser Eigenschaft durchstreift sie verschiedenste Bücher, sucht nach unrechtmäßigen Veränderungen um diese auszumerzen. Gerade ist der Minotaurus entwischt und sorgt für Unruhe in der Literatur. Doch Thursday braucht dringend Urlaub und kehrt zurück in die Wirklichkeit.

 

Es ist was faulNach mehr als zwei Jahren zurück in der Realität warten eine Menge Schulden und Aufgaben auf Spezialagentin Thursday Next. Im Haus ihrer Mutter gastieren außerdem der Fürst von Bismarck sowie Lady Hamilton, ihres Zeichens Geliebte des Lord Nelson. Thursday ihrerseits bringt ihren zweijährigen Sohn Friday mit, zwei Dodos und den dänischen Prinzen Hamlet. Dieser will sich mal außerhalb seines Stückes umsehen.
Das kleinste Problem ist noch ihre Anzeige wegen Käseschmuggels. Wichtiger ist, dass eine weitestgehend unbekannte Romanfigur sich in die reale Welt katapultiert hat und dort nun nach Macht strebt. Yorrick Kaine ist sein Name und Thursday muss mit allen Mitteln verhindern, dass er tatsächlich an die Macht kommt. Denn Kaine macht Front gegen Dänemark, greift sogar zum Mittel der Bücherverbrennung dänischer Autoren. Und natürlich will er die Weltherrschaft an sich reißen. Gleichzeitig und damit verbunden findet Thursday sich in der Rolle der Managerin des örtlichen Krocket-Teams wieder. Das Team muss unbedingt den SooperHoop gewinnen, denn alles andere bedeutet das Ende der Welt.
Nebenbei will die junge Frau aber auch ihren genichteten Ehemann Landon wieder zurückhaben. Und dann ist da noch der heilige Zvlkx, der plötzlich wieder aufersteht und dessen aktuelle Prophezeiung sich genau auf den SooperHoop und dessen Folgen bezieht. Die Auftragskillerin die es auf Thursday abgesehen hat, macht die Sache nicht leichter. Auch wenn ihr zeitreisender Vater der Spezialagentin bereits versichert hat, dass die Killerin immer danebenschießt.

Einfach unwiderstehlich

Verwirrt, ob dieser Fülle an Absurditäten? War ich auch. Aber genau aus dem Grund habe ich auch unglaublich viel gelacht bei der Lektüre. Diese Welt der Thursday Next ist so verrückt und abgedreht mit all ihren verschiedenen eigenwilligen Charakteren. Ob dieser Wahnsinn Methode hat oder nicht, ist völlig egal. Dieser Wahnsinn ist auf jeden Fall äußerst unterhaltsam.
Da es bereits drei Vorgänger zu diesem Fall mit Agentin Next gibt, könnte der eine oder andere verwirrt sein. Zwingend erforderlich scheint mit die Lektüre der vorherigen Bücher allerdings nicht. Zumindest nicht was die Zusammenhänge angeht. Ich werde mir trotzdem auch die anderen Fälle von Thursday Next nicht entgehen lassen. Diese verrückte Welt ist einfach zu schön zu lesen.

Autorenporträt
Jasper Fforde ist Waliser (daher das markante doppelte ff!) und wurde 1961 geboren. Seine Romane schrieb er 14 Jahre lang neben seiner Arbeit als Kameramann bei verschiedenen Filmproduktionen. Die Reihe um die Literatur-Geheimagentin Thursday Next ist inzwischen zur Kultserie geworden.

Buchinfos
„Es ist was faul“ von Jasper Fforde, erschienen August 2011 bei dtv, 448 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21296-0

Quellen
Bild: www.dtv.de / Text: Susanne

2 Gedanken zu “Jasper Fforde: Es ist was faul

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