BüRü: Åke Edwardson: Tanz mit dem Engel

Schon bevor ich diesen Blog hier gestartet habe, schrieb ich Rezensionen. Darunter waren viele Bücher, die mich in irgendeiner Weise (in der Regel positiv) beeindruckt haben. Und es wäre schade, wenn man sich immer nur mit Neuerscheinungen beschäftigt ohne auch mal zurück zu blicken. Daher möchte ich für Euch für die Zeit meiner Abwesenheit die Kategorie „Bücherrückblick“ – kurz BüRü – reaktivieren: Bücher vorstellen, die zwar nicht neu, aber eben für mich sehr nachhaltig sind. Viel Spaß dabei.

 

Göteborg und London werden Schauplätze blutrünstiger Morde. Die Opfer waren immer Teenager aus dem jeweils anderen Land. Kommissar Erik Winter und Detectiv Steve Macdonald müssen über die Grenzen ihres Landes hinaus ermitteln. Gemeinsam. Das macht die Arbeit der Polizisten nicht unbedingt leichter. Als Abdrücke eines Kamerastativs an allen Tatorten gefunden werden, scheint es, als ob die Morde aufgezeichnet wurden. Noch schlimmer als diese Vermutung ist jedoch die Gewissheit, dass der nächste Mord schon nicht mehr verhindert werden kann.

_Tanz mit dem EngelDer Londoner Detective Steve Macdonald ist erschüttert von dem Anblick, der sich im bietet. Wände und Boden voller Blut; das Opfer ein Teenager. Die Spuren deuten auf ein makabres Schauspiel des Täters hin. Da der getötete junge Mann aus Schweden stammte, nimmt Macdonald zunächst über Interpol Kontakt auf. Die Nachricht gelangt in Göteborg auch in die Hände von Kommissar Erik Winter, der das Opfer persönlich kannte.
Kommissar Winter stellt außerdem gerade eigene Ermittlungen in zwei Mordfällen an. Die getöteten Jugendlichen stammten aus Großbritannien und waren lediglich zu Besuch in Schweden bzw. Göteborg. Die Tatorte in den beiden Großstädten gleichen sich. Eine Verbindung scheint gegeben. Der gleiche Täter? Oder zwei Täter die quasi synchron arbeiten mit dem gleichen Auftraggeber? Die Spuren sind schwach. Die Ermittlungen laufen in vielfachen Richtungen und die Ergebnisse sind mager.
Als an den Tatorten Abdrücke gefunden werden, die auf ein Kamerastativ hindeuten, forschen die Ermittler in der Unterwelt. Besteht ein Markt für Filme in denen ein echter Mord gezeigt wird? Jeder für sich nimmt Kontakt zu seinen Informanten in der zwielichtigen Szene auf. Erik Winter stellt gar einen Mitarbeiter ab, der sich persönlich in den Sexclubs umsehen soll.
Gleichzeitig reist der schwedische Kommissar nach London zu seinem Kollegen. Ein persönliches Gespräch und gemeinsame Ermittlungen sind unumgänglich. Beim Besuch des Tatortes gibt es keine neuen Erkenntnisse. Winter verspürt lediglich die Gewissheit, dass ein weiterer Mord geschehen wird.

Da wird das Lesen zum Zwang

Die Spannung lässt sich kaum überbieten. Von der ersten Seite an, wird der Leser in die Geschehnisse eingesogen und kann sich nicht mehr entziehen. Das Lesen wird schon beinah zum Zwang, da man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Sind Anfangs die Szenenwechsel etwas verwirrend, legt sich dies, nach den ersten Seiten, wenn man sich daran gewöhnt hat.
Neben der Hauptperson Erik Winter spielt diesmal sein Mitarbeiter Lars Bergenhem eine wichtige Rolle und sein Privatleben wird näher beleuchtet. Wenn ich persönlich auch die späteren Erik-Winter-Krimis bevorzuge, ist dieses Buch jedoch nicht minder empfehlenswert.

 

Autorenporträt
Åke Edwardson, Jahrgang 1953, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete er als Journalist u.a. im Auftrag der UNO im Nahen Osten, schrieb Sachbücher und unterrichtete an der Universität von Göteborg Creative Writing. Mit Rotes Meer legt er den achten Roman um Kommissar Erik Winter vor.

Buchinfo
“Tanz mit dem Engel“ von Åke Edwardson, erschienen bei List
Taschenbuch, Ausgabe 2001: 448 Seiten, € 8,95, ISBN-13 9783548601861
Taschenbuch, Ausgabe 2009: 448 Seiten, € 9,99, ISBN-13 9783548608464
eBook: 448 Seiten, € 8,99, ISBN-13 9783843705158

Quellen
Bild / Autorenporträt: www.ullsteinbuchverlage.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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