Nachgereicht: Lesung mit Jasper Fforde

Schon seit Tagen habe ich mich auf diese Lesung gefreut: Jasper Fforde in Stuttgart! Der geistige Vater von Jurisfiction-Agentin Thursday Next! Was für eine Sensation!
Bei den diesjährigen Stuttgarter Buchwochen ist Großbritannien das Gastland und wunderbarerweise hat man Jasper Fforde dafür gewinnen können. Als ich das sah, war ich begeistert. Und die Lesung war sogar umsonst. Noch viel besser.
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Moderator Wolfgang Tischer, Jasper Fforde und Vorleser Götz Schneyder (v.l.n.r)

Am 26. November also, passenderweise am Donnerstag – Thursday – war das Absicht? – war es 20.15 Uhr soweit. Im Buchcafe des Haus der Wirtschaft sichere ich mir und meiner besten Freundin einen guten Platz. Obwohl ich das Autorenbild von Mr. Fforde kenne, hätte ich ihn im Leben nicht erkannt, wenn er an mir vorbei gelaufen wäre. Ich habe auch nicht bemerkt, dass er zwei Tische weiter saß. Aber ich habe meine Nase auch in ein Buch gesteckt.

Auf der Bühne schließlich wird der Autor flankiert von Götz Schneyder, dem Leser der deutschen Ausgabe und dem Moderator Wolfgang Tischer. Gesprochen wird wider Erwarten fast ausschließlich englisch. Ich bin der Sprache durchaus mächtig, aber alles verstehe ich leider nicht. Ich traue mich aber auch nicht gegen die Mehrheit zu stimmen, die offenbar gutheißt, dass Englisch gesprochen wird.
Jasper Fforde ist ein äußerst sympathischer Mann, dessen Leidenschaft für das was er tut deutlich spürbar ist. Er gestikuliert beim Reden und wirkt sehr lebendig. Seine gute Laune, sein Enthusiasmus sind ansteckend. Er ist zu Scherzen aufgelegt und sprüht vor Charme. Merkt man, dass ich ihn mag? 😉
Zwischen einigen Fragen von Wolfgang Tischer liest Götz Schneyder einen Abschnitt aus der deutschen Fassung von „Es ist was faul“. Der vierte Teil der Thursday-Next-Reihe. Keiner weiß genau, warum ausgerechnet dieses Buch ausgewählt wurde.
Etwas später lesen sogar alle drei mit verteilten Rollen. Ein herrliches Schauspiel, weil es nicht einstudiert sondern spontan ist und die Herren mitunter ihre Einsätze verpassen. Köstlich.
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Mr. Fforde nimmt sich viel Zeit für seine Fans.

Danach folgt noch die obligatorische Fragerunde aus den Reihen der Zuschauer. Ich will wissen, ob er all die Bücher, die in den Thursday-Romanen erwähnt werden auch gelesen hat. Nein, wahrscheinlich nicht. Einen Teil, manche, … hmmm … Er kann sich nicht entscheiden. Die Bücher die in der Reihe intensiver beleuchtet werden, wie beispielsweise Hamlet, die hat er schon gelesen. Aber andere die nur am Rande vorkommen, deren Titel er vielleicht sogar nur verwendet, die hat er eher nicht gelesen. An der Stelle lässt er sich dazu hinreißen seinen Unmut über Wuthering Heights kundzutun. Er mag das Buch nicht.

Nach der Fragerunde folgt die obligatorische Signierstunde. Obwohl ich das eigentlich ganz schrecklich finde, lasse ich es mir nicht nehmen, alle meine sechs Thursday-Next-Bücher signieren zu lassen. Und ich bin auch so unhöflich und stelle mich als eine der ersten an. Denn weil meine Freundin dabei ist, die mich nach Hause chauffiert, will ich heute ausnahmsweise mal nicht bis zum Schluss warten wie sonst immer. Mr. Fforde freut sich über all die bunten deutschen Ausgaben und signiert geduldig alles was ich ihm hinhalte. Er ist freundlich und hat so einen verschmitzten Blick. Ein verdammt sympathischer Mann.
Sollte er wieder nach Stuttgart kommen für eine Lesung bin ich sicher wieder dabei.

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