Hannah O´Brien: Irisches Verhängnis

Grace O´Malley kehrt zurück nach Irland. In Galway soll Sie als Ermittlerin der Garda arbeiten. Bei der Postenvergabe ging es allerdings nicht mit rechten Dingen zu, was Grace den Unmut und Abneigung vieler Kollegen einbringt. Dennoch muss sich die Irin mit dem legendären Namen gleich um einen Mordfall kümmern. Eine junge Frau wird tot aufgefunden.

_Irisches VerhängnisDie Rückkehr in die irische Heimat ist für Grace O´Malley nicht so erfreulich. Zwar hat sie einen Posten als Ermittlerin bei Garda, der irischen Polizei, erhalten, doch wird ihr die Ernennung geneidet. Offenbar hatte ihr Onkel, ein angesehener Politiker, seine Finger im Spiel. Viele Kollegen stehen Grace daher eher mit Abneigung gegenüber. Glücklicherweise nicht ihr Partner Rory McCoyne. In ihm hat sie einen tüchtigen und vertrauenswürdigen Kollegen.
Grace ist noch nicht lange im Dienst als eine Frauenleiche gefunden wird. Das kommt insofern ungünstig, als Grace am gleichen Tag erfährt, dass ihre Tochter Roisin verschwunden ist. Das Mädchen wächst bei Grace Bruder und dessen Frau auf, da sie ihr selbst kein stabiles familiäres Umfeld bieten kann. Die Ermittlerin hat jedoch die Oberhand und so kümmert sich Grace zunächst um den Mordfall.
Das Opfer arbeitete für verschiedene bekannte und erfolgreiche Männer: einen Fernsehkoch, einen Biologen, einen Politiker. Sie alle vermitteln den Eindruck etwas zu verbergen. Auch die Freundin der Toten lügt was das Zeug hält.
Lange tappen Grace und Rory im Dunkeln. Auch die Hilfe von Privatdetektiv Peter bringt zunächst keine echten Ergebnisse. Zwei weitere Morde zwingen die Ermittler zur fieberhaften Suche nach dem Täter.

Der Erste und der Letzte

Dies ist der erste Fall für Grace O´Malley im irischen Galway. Und ich schätze für mich war es auch der letzte. Obwohl spannend und nicht langweilig, haben mich weder Ermittler noch die Story überzeugen können.
Vielleicht liegt das am Thema Biopiraterie und den Hintergründen zum Mordfall. Ich fand die Geschichte zum Ende hin verworren. Ganz ehrlich weiß nicht so recht, was es mit den Verbindungen nach Fernost, dem Veröffentlichen/Zurückhalten von Wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Bauen von Luxuswohnungen auf sich hat bzw. wie (oder ob) das zusammen hängt. Ich bin schlicht nicht durchgestiegen. Das liegt aber womöglich nicht alleine am Buch.
Ich bin auch mit Grace nicht so recht warm geworden. Mir ist nicht klar, in welcher Rolle sie selbst sich sieht – insbesondere ihrer Tochter gegenüber. Auch sonst blieben mir die Figuren seltsam fremd und die ein oder andere Frage für mich ungeklärt.
Im Großen und Ganzen würde ich sagen, das ist ein solider Krimi für jemanden der internationale Zusammenhänge interessanter findet als ich. Für mich selbst wird es ziemlich sicher keinen zweiten Fall mit Grace O`Malley geben.

Autorenporträt
Hannah O’Brien ist Journalistin und Autorin und war lange Zeit in Großbritannien und Irland zu Hause. Heute lebt sie in Köln und an der Mosel, ist aber regelmäßig auf der grünen Insel zu Gast. ›Irisches Verhängnis‹ ist der erste Band einer Krimi-Reihe mit der Ermittlerin Grace O’Malley.

Buchinfo
„Irisches Verhängnis“ von Hannah O´Brien, erschienen April 2015 bei dtv
Taschenbuch: 416 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21584-8
eBook: 432 Seiten, € 7,99, ISBN 978-3-423-42639-8

Quellen
Bild: www.dtv.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

Ein Gedanke zu “Hannah O´Brien: Irisches Verhängnis

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