Corina Bomann: Der Mondscheingarten

Antiquitätenhändlerin Lilli begibt sich auf die Spuren einer geheimnisvollen Geige. Damit verbunden ist das Schicksal mehrerer Frauen und offenbar auch ihr eigenes. Wie genau, will sie mit Hilfe ihrer Freundin Ellen und dem charmanten Gabriel heraus finden. Innerhalb weniger Wochen zieht es Lilli an die verschiedensten Orte.

Der MondscheingartenIn Lillis Antiquitätengeschäft ist zu Beginn des Jahres nicht viel los. Ein Urlaub wäre nicht schlecht. Doch seit dem Tod ihres Mannes vor drei Jahren, mag Lilli nicht mehr verreisen. Viel lieber versteckt sie sich zu Hause oder in ihrem Laden. Ein geheimnisvoller Besucher allerdings zerstört ihren vermeintlichen kleinen Frieden.
Plötzlich ist Lilli Besitzerin einer wunderschönen alten Geige. Der Fremde übergibt sie Lilli mit dem Hinweis, sie gehöre ihr. Unmittelbar danach verschwindet er wieder ohne weitere Erklärungen. Neben der ungewöhnlichen Geige findet Lilli im Geigenkasten noch eine Komposition.
Die Neugier packt die Antiquitätenhändlerin. Dass das Instrument etwas ganz Besonderes ist, sieht sie auf den ersten Blick. Welche Geheimnisse sie noch birgt und warum ausgerechnet sie die Besitzerin sein soll, muss sie herausfinden.
Kurzentschlossen übergibt sie ihren Laden ihrer zuverlässigen Aushilfe und reist nach London. Ihre beste Freundin Ellen lebt dort mit ihrer Familie und beschäftigt sich beruflich mit alten Instrumenten. Und bereits auf dem Flug in die britische Metropole lernt Lilli den charmanten Gabriel kennen. Er ist Leiter der Faraday School of Music. Von der Geigen-Geschichte fasziniert bietet er freimütig seine Hilfe an.
Lillis und Ellens Forschungen führen sie auf die Spuren der Ausnahme-Violinistin Rose. Diese war ein Kind der Insel Sumatra und lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie war die Besitzerin der schönen Geige und eine Absolventin der Faraday School of Music. Doch irgendwann verliert sich ihre Spur.
Um wirklich herauszufinden warum Lilli nun die Besitzerin sein soll, muss sie nach Sumatra reisen, wo Rose einst verschwand.

Entführt in eine fremde Welt

Das ist eine wirklich schöne Lektüre. Mitunter ein wenig vorhersehbar und am Ende hatte ich etwas Mühe, das Knäuel der Verbindungen zu entwirren, aber trotzdem schön.
Der Leser begleitet nicht nur Lilli auf der Spurensuche, sondern auch Rose, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Erfolge feiert und schließlich von der Bildfläche verschwindet.
Besonders die Figur der Rose hat mir gefallen. Sie und ihre Geschichte sind ein wenig besser ausgearbeitet als die Gegenwartsstory um Lilli. Und natürlich sind die Schilderungen der Insel Sumatra hinreißend. Ich hatte oft Mühe aus dem Buch wieder heraus und in die Wirklichkeit zurück zu finden. Eine Geschichte die tatsächlich in fremde Welten entführt.
Das ist ein tolles Buch, um damit an einem trüben Wochenende auf dem Sofa die Zeit zu vergessen. Sehr empfehlenswert.

 

Autorenporträt
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.
www.corina-bomann-online.de

Buchinfo
„Der Mondscheingarten“ von Corina Bomann, erschienen April 2013 bei Ullstein
Taschenbuch: 528 Seiten, € 9,99, ISBN-13 9783548285269
eBook: Format: epub, 512 Seiten, € 8,99, ISBN-13 9783843704533

Quellen
Bild: www.ullsteinbuchverlage.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

Ein Gedanke zu “Corina Bomann: Der Mondscheingarten

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