Phil Rickman: Das Gespinst des Bösen

Eine mysteriöse Erscheinung im Meisterhaus des Templerordens in Garway ruft Merrily Watkins auf den Plan. Nachdem der Prinz of Wales höchstselbst das Anwesen kaufte, soll die Beauftragte für spirituelle Grenzfragen sich dieser Aufgabe ganz besonders intensiv widmen. Anweisung vom Bischoff. Doch Merrily sieht das anders und findet keine Notwendigkeit um eine ganze Woche ihre Gemeinde im Stich zu lassen.

Das Gespinst des BösenMerrily Watkins wird beauftragt einen Vorfall in einem alten Meisterhaus des Templerordens zu untersuchen. Da das Gebäude vom Prinz of Wales gekauft wurde soll sie dieser Aufgabe eine ganze Woche widmen und sogar ihre Gemeinde für diese Zeit verlassen.
Doch die Beauftragte für spirituelle Grenzfragen sieht keine Notwendigkeit und spricht zunächst erst einmal mit den Beteiligten. Als sich wenig später herausstellt, dass die labile junge Frau, die die mysteriöse Erscheinung hatte, offenbar nur die Gruselgeschichte des Autors M.R. James nacherzählt hat, sieht Merrily sich bestätigt.
Doch noch bevor die Pfarrerin die junge Frau damit konfrontieren kann, wird deren Leiche gefunden und auch ihr Lebensgefährte ist tot. Sofort kommen Merrily Zweifel in ihrem Umgang mit der jungen Frau. Und obwohl der Bischof sie jetzt zurück pfeifft, verbeisst sie sich erst recht in den Fall.
Nach und nach kommen immer mehr Puzzleteile ans Licht. Sowohl der Templergroßmeister Jaques de Molay als auch eine alte Familienfehde und eine freizügige Wohngemeinschaft in den 60/70er Jahren spielen plötzlich eine Rolle. Doch überall sind nur Bruchstücke zu fassen.
Merrily sieht sich kaum in der Lage alles zusammen zu setzen, denn niemand will ihr die ganze Geschichte erzählen.

Gute Story mit viel Verwirrung

Die Story ist spannend, aber auch sehr verwirrend. Nicht nur verwirrend was die Auflösung um die mysteriöse Erscheinung angeht, sondern auch die Querelen innerhalb der Kirche bzw. zwischen Merrily und ihren Vorgesetzten.
Ohne Kenntnis der vorherigen Bücher dürfte die Lektüre nur bedingt verständlich sein. Wer sich dennoch durchbeißen will, wird aber auch eine spannende und interessante Geschichte mit viel Potential finden. Und die auch neugierig auf mehr macht.

Autorenporträt
Phil Rickman, geboren in Lancashire, ist ein englischer Autor und Radiomoderator. Zu seinen Werken gehören auch bemerkenswert erfolgreiche Spannungsromane, die er unter dem Pseudonym Will Kingdom verfasst. Seit Ende der neunziger Jahre schreibt er an seiner Krimireihe um Merrily Watkins, die in England seit langem Kult-Status genießt. «Erstklassige Thriller mit dem besonderen Etwas», heißt es im «Guardian», und der «Spectator» urteilt knapp: «Eine der besten Krimiserien überhaupt».

Buchinfo
„Das Gespinst des Bösen“ von Phil Rickmann, erschienen Oktober 2012 bei rororo, Taschenbuch, 560 Seiten, € 9,99, ISBN: 978-3-499-25338-6

Quellen
Bild: www.rowohlt.de / Text: Susanne

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