MoFra: Fortlaufende Reihen im Regal?

Montagsfrage neu

Die neue Woche lässt sich recht ruhig an. Der Husten ist leider hartnäckig, aber irgendwann muss der ja auch wieder verschwinden, nicht wahr? Ich freue mich jedenfalls, dass am Mittwoch mal wieder mein (eigentlich monatlicher) Stammtisch stattfindet. Im Grunde hat der seit Mai pausiert, was natürlich sehr schade ist. Und am Wochenende fahre ich zu meiner Familie wo gleich mehrere Feste stattfinden. Nicht wegen mir, aber ich besuche sie trotzdem. 🙂
Bevor es aber ans Cocktail-trinken beim Stammtisch und ans Feiern am WE geht, ist aber die Montagsfrage dran. Diese wird allwöchentlich gestellt von Svenja aka Buchfresserchen. Diese Woche möchte sie wissen:

Wie viele noch fortlaufende Reihen hast du (geschätzt) aktuell im Regal?

Hmmm … da muss ich direkt mal durchzählen. Ich komme in etwa auf 10 Reihen in meinem Regal, die bisher nicht abgeschlossen sind. Oder sagen wir, die noch nicht abgeschlossen sind und die ich tatsächlich verfolge. Doch so wenig. Ich dachte es wären mehr. Aber im Grunde bin ich froh, dass es nicht so viele sind. Seit einigen Jahren achte ich ja darauf, dass ich möglichst keine neue Buchreihe beginne. Sprich, wenn ein Buch interessant erscheint, aber dabei steht „Ein neuer Fall für Soundso“, dann schreckt mich das eher ab. Vor allem, wenn es bereits der 3. oder 4. Band der Reihe ist. Dann überlege ich mir ganz genau, ob ich es trotzdem lese – meistens nicht.
Als Leser einer nicht abgeschlossenen Buch-Reihe habe ich den Eindruck, ich begebe mich in eine Abhängigkeit. Ich fiebere dem neuen Band entgegen, bekomme und verschlinge ihn und muss dann wieder monatelang warten. Und da ich nicht die Zeit habe, vor jedem neu erschienen Band die vorherigen Bücher noch einmal zu lesen, kommt es bei besonders komplexen Reihen auch vor, dass ich den Faden verloren habe. Daher sind mir Serien, die aus weniger als 8 Bänden bestehen eigentlich am liebsten. Auch wenn der Abschied von einem geliebten Protagonisten natürlich schwer fällt.
Ich bevorzuge daher im Moment eher Bücher, die für sich allein stehen und keiner Reihe angehören. Bzw. deren einziges verbindendes Merkmal Genre und Autor sind. Ich fühle mich dadurch flexibler in der Auswahl meiner Lektüre. Wobei ich mich trotzdem eingeschränkt fühle. Denn ich habe den Eindruck, dass es in den letzten Jahren immer weniger eigenständige Kriminalromane und Thriller gibt. Gefühlt 80% der Krimi-Autoren möchten Ihren Ermittler serienmäßig an den Leser bringen.
In einer Buchreihe hat natürlich der Autor viel mehr Möglichkeiten seine Figuren zu entwickeln und ihre Geschichte zu erzählen. Und ja, ich denke es ist auch ein Verkaufsargument á la „Du hast Band 1 von Kommissar Ich-krieg-jeden gelesen, also kauf auch die Fortsetzung.“ Ich weiß nicht ob dieses Festlegen auf bestimmte Protagonisten ein Fluch oder ein Segen ist. Vor allem bei Endlos-Reihen, die meiner Meinung nach immer in Gefahr sind, sich irgendwann totzulaufen und in sich selbst zu verstricken. Ganz zu schweigen davon, dass der Autor sich damit oft der Möglichkeit beraubt auch mal einen ganz anderen Plott zu entwickeln und außerhalb der bisherigen Schemata zu schreiben.

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