Inge Löhnig: Deiner Seele Grab

Eine Mordserie an Münchner Senioren hält Kommissar Konstantin Dühnfort in Atem. Ein sogenannter Samariter weißt damit auf die Missstände im Pflegebereich hin. Welche Rolle spielt dabei der Blog des Samariters? Was weiß die Putzfrau des ersten Opfers? Und vor allem wo ist sie hin? Fragen über die Dühnfort und sein Team sich den Kopf zerbrechen. Gleichzeitig droht ein internes Ermittlungsverfahren gegen Dühnfort seine Karriere zu beenden.

Mein Lieblingssatz: „Die Nacht lag wie ein schwarzer Schatten über den Vororten.“

_Deiner Seele GrabEine kranke Seniorin wird in München ermordet. Ihre Leiche ist grotesk hergerichtet.  Und ohne diese sonderbare Aufmachung wäre noch nicht einmal bemerkt worden, dass die alte Dame eines unnatürlichen Todes starb. Kommissar Konstantin Dühnfort wird mit den Ermittlungen betraut.
Es dauert nicht lange und ein Bekennerschreiben taucht auf. Der Name der Toten wird genannt und auf Missstände in der Altenpflege hingewiesen. Der Unterzeichner betitelt sich selbst als Samariter.
Ein zweiter Seniorenmord, bei dem das Opfer ebenfalls auf ungewöhnliche Weise aufgebahrt wird, geschieht. Dühnfort und sein Team wissen nicht was sie davon halten sollen. Der Samariter, der seine Opfer angeblich von ihren Leiden und den unmenschlichen Pflegebedingungen erlösen will, wirkt unglaubwürdig. Denn beide Opfer waren weder schwerkrank noch wurden sie vernachlässigt.
Kommissar Dühnfort hofft, dass die Putzfrau des ersten Opfers Licht in den Tathergang bringen kann. Denn zur vermeintlichen Tatzeit war sie offenbar vor Ort. Nun jedoch ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Fieberhaft suchen die Münchner Kommissare nach der Frau.
Gleichzeitig muss der Kommissar mit einer internen Ermittlung gegen die eigene Person fertig werden. Wegen Körperverletzung bei einem Verhör, wird er von dem betreffenden Fall abgezogen. Das Opfer und ein Kollege sagen übereinstimmend gegen Dühnfort aus. Ein Komplott gegen das er sich nicht wehren kann.

Worum ging es nochmal?

Ich habe das Buch vor gerade mal zwei Tagen aus den Händen gelegt und weiß schon gar nicht mehr richtig um was es ging und wie ich es fand. Dabei habe ich mich gar nicht so schlecht unterhalten gefühlt. Am Ende war es sogar so spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Nachhaltig beeindruckt hat es mich aber offenbar nicht.
Nichtsdestotrotz liefert Inge Löning hier einen soliden Krimi ab. Eine schöne Unterhaltung für zwischendurch. Obwohl ich Kommissar Dühnfort bereits aus einem früheren Krimi kenne, hat sich keine Verbundenheit eingestellt. Die Figur blieb mir seltsam fremd. Allein, dass er ständig seine „Pavoni“ einschaltet und Espresso in sich reinschüttet, habe ich behalten. Und den Nebenstrang um Dühnforts Kollegin und deren private Probleme fand ich eher nervig. Jemand der mit der Serie um Dühnfort besser vertraut ist, sieht das sicher anders.
Die Geschichte an sich war für mich nicht wirklich spektakulär. Die Lektüre ist dennoch – besonders im letzten Drittel – spannend. Und sie regt zum Nachdenken an über die nur allzu realen Misstände im Pflegebereich.

Autorenporträt
Inge Löhnig studierte an der renommierten Münchner Akademie U5 Grafik-Design. Nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen machte sie sich mit einem Designstudio selbstständig. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie und einem betagten Kater in der Nähe von München.
www.inge-loehnig.de

Buchinfo
„Deiner Seele Grab“, Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 6, von Inge Löhnig, erschienen März 2014 bei List, Taschenbuch, 496 Seiten, € 9,99, ISBN-13 9783548611242
eBook: 496 Seiten, € 8,99,  ISBN-13 9783843706667

Quellen
Bild: www.ullsteinbuchverlage.de /Text (außer Autorenporträt): Susanne

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