MoFra: Das älteste Buch?

Montagsfrage neu

Was für ein schönes Wochenende. Ich habe es trotzdem hauptsächlich schniefend und am PC arbeitend drinnen verbracht. Nur am Freitag abend habe ich mich hinaus gewagt und mit meiner liebsten Freundin eine Burlesque-Show angesehen. Ich wollte schon immer mal zu sowas gehen. Meinen Erwartungen hat es zwar nicht ganz entsprochen, aber wir hatten sehr viel Spaß. Ich habe mehr gelacht als, dass mich der Anblick erregt hätte. Zumal für meine Begriffe viel zu wenige (und auch zu kleine) Brüste vorkamen. Aber man kann nicht alles haben.

Damit ein galanter Schwenk zur heutigen Montagsfrage. Diese wird allwöchentlich gestellt von Svenja aka Buchfresserchen. Diese Woche möchte sie wissen:

Hast du ältere Buchausgaben im Regal?
Wenn ja, welche/s sind/ist die/das mit dem ältesten Erscheinungsjahr?

Hui, da muss ich tatsächlich mal in mein Bücherregal schauen. Ich würde jetzt gern schreiben, dass ich eine Erstausgabe von „Der Herr der Ringe“ oder irgendwas von Shakespeare habe oder vielleicht irgendeinen hundealten Folianten, der quasi schon zerbröselt, wenn man ihn nur scharf anschaut. Aber weder die Ehre des Einen noch des Anderen ist meinem Bücherregal vergönnt.

Nichtsdestotrotz habe ich doch ein paar ältere Bücher im Besitz. Denn vor geraumer Zeit habe ich mal auf dem Dachboden meines Elternhauses rumgestöbert und mir einige der dort befindlichen Bücher angeeignet. Dabei sind einige Bücher aus den 50er und 60er Jahren bei mir gelandet. Unter anderem eine Ausgabe von „Onkel Toms Hütte“ und „Der Graf von Monte Christo“.

Noch älter ist allerdings die Ausgabe von „Die Welle steigt, die Welle sinkt“ von Ilse Reicke: 1938.

Möglicherweise noch älter ist „Anständige Frauen“ von Emil Marriot. Leider ist kein Jahr im Buch abgedruckt, wann diese Ausgabe erschienen ist. Eine (zugegeben dilettantische) Suche weist auf die Jahre 1913-15 hin.

Gelesen habe ich bislang noch keines der Bücher. Da war bisher der Haben-Wille größer als die Zeit, um die Bücher wirklich zu lesen.

3 Gedanken zu “MoFra: Das älteste Buch?

  1. Ich musste grad sooo lachen, als ich Deine Meinung über Deine gesehene Burlesque-Show gelesen habe…lach… das was ich bisher so an Burlesque gesehen habe, da kann ich DIr nur zustimmen… erotisch ist was Anderes… und für eine erotische oder erotisierende Wirkung fehlte den Damen einfach Rundungen an den gewissen Stellen..

    Auch bin ich erleichtert, daß noch Jemand außer mir und einer anderen Bloggerin wirkliche Buch-Tattergreise bei sich beherbergt… kam mir schon wie ein Außerirdischer unter den Bookies vor…lach…

    Meine Buch-Tattergreise haben auf unterschiedlichsten Wegen durch Zufall zu mir gefunden.
    Meine Ältesten, die mir spontan einfallen… Vom Winde verweht von 1937 und Münchhausen von 1890 oder 1860… es sind noch einige so Buch-Tattergreise bei mir, selbst wenn ich die alten Kinder-, Koch-, Sach-, Märchenbücher, Lexikas und Haus- bzw. Familienbibeln unbeachtet lasse (hatte erst beim in Kartons packen ganz bewusst die alte Ausgabe der „Andersens Märchen“ (1938) und „Ich koche für Dich“ (1940) in der Hand und natürlich drin geschmökert…grins…und wieder festgestellt, daß ich mich auf die Zeit freue, meine Bücherflut wieder aus dem Karton-Gebirge befreien zu können und sie nicht mehr so eingepfercht und gestapelt bis fast unter die Zimmerdecke in den dunklen Schachteln ihr Dasein fristen müssen..seufz

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    • Hallo mehrpfot,
      danke für Deinen Kommentar. Immerhin hatten die meisten der Frauen einen echt wohlgeformten Hintern. Also ein paar Rundungen waren schon da. Ich würde auch sicher wieder zu so einer Show gehen. Denn wie gesagt, Spass hatte ich auf jeden Fall. Und meine Freundin auch.

      Soooo alt finde ich meine Bücher gar nicht. Obwohl es sicherlich auf etwas anderes ankommt, würde ich schon gern ein Buch aus dem 19. oder gar 18. Jahrhundert mein Eigen nennen. Oder gar so ein von Hand kopiertes Werk noch vor dem Buchdruck. Einfach weil es schön und etwas besonderes ist.

      Einige meiner liebsten Bücher sind aus den 50er Jahren und eigentlich gehören sie mir gar nicht. Es sind 4 Ausgaben der Grimm´schen Märchen. Damals als bei Aschenputtel noch die Zehen und die Fersen abgehackt wurden. Die Bücher gehören meiner Mama und wir haben sie mal neu binden lassen. Und die Bücher sind sooo schön.

      Ja, Bücher in Kisten sind ein trauriger Anblick. So eingesperrt und ohne Licht und Luft. 😉 Ich hoffe, Du findest bald eine Möglichkeit sie alle auszupacken.

      viele Grüße
      Susanne

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      • na wenn die Damen wenigstens schöne Popos hatten, dann waren es wenigstens keine Schneewittchen…grins…Spaß bei so einer Show und sich unterhalten fühlen ist logischerweise auch möglich, wenn den Damen die Rundungen fehlen.
        Ein Aschenputtel-Märchenbuch hab ich auch noch, wo die Zehen und Fersen abgehackt werden. Ist eine Mischung aus Bilderbuch und Vorlesebuch und auch irgendwo schätzungsweise aus Anfang der 50er Jahre.
        Schon richtig vergilbt innen (pappeähnlich, aber eben jede Seite bedruckt mit einem großen gezeichneten Bild und drunter etliche Zeilen kleiner geschriebenem Text abgedruckt), außen der Buchrücken mit rotem Leinenband eingeschlagen und nicht mal einem cm dick…
        Das ist ein geerbtes Buch, aber nicht nur deshalb ein kleiner Schatz für mich, sondern Aschenputtel ist auch mein Lieblingsmärchen, schon immer gewesen… „Rugidigu, Rugidigu… Blut ist im Schuh, der Schuh ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim….“
        …ich weiß ja, wo meine gepackten Buchkisten hinkommen und wo die Bücher wieder aus ihren Gefängnissen geholt werden… lach…

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