MoFra: Wie wichtig sind Follower und Co?

Montagsfrage neu

Eigentlich hatte ich ein recht ruhiges Wochenende auf der heimischen Couch. Nur ein kurzer Ausflug zu Freunden am Samstag bzw. ein Ereignis auf dem Heimweg macht mich noch immer fassungslos und vor allem wütend. In einer Baustelle auf der Bundesstraße hat mir so ein behämmerter Idiot die Vorfahrt genommen. Der Arsch hat nicht darauf geachtet, dass aufgrund der Baustelle keine Auffahrspur mehr da ist, sondern er halten muss. Also ist er erst zum Stehen gekommen als er bereits zu einem Drittel vor mir auf der Fahrbahn stand. Nach wie vor frage ich mich, wem oder was es zu verdanken ist, dass es keinen Unfall gab. Ich habe beim Bremsen und Ausweichen glücklicherweise weder ihn gerammt, noch den Transporter der mich überholte und es ist mir auch von hinten keiner drauf gefahren. Ich kenne noch immer nicht annähernd genügend Schmähungen um diesen kleinen unfähigen Wichser gebührend zu beschimpfen. Der Schock saß ziemlich tief, zumal ich das Auto meiner Schwester fuhr – und da ist das letzte was man gebrauchen kann ein Unfallschaden. Ihr seht, ich bin noch immer nicht drüber weg und rege mich nach wie vor auf. Am liebsten wäre ich ausgestiegen und hätte ihn verprügelt.

Aber nun zu den wichtigen und erfreulichen Dingen: der Montagsfrage. Allwöchentlich gestellt von Svenja aka Buchfresserchen. Diese Woche möchte sie wissen:

Wie viel bedeuten euch beim Bloggen über Bücher die Zahlen?
Follower, Likes, Shares…macht ihr euch etwas daraus?

Tja, nun, ich würde lügen, wenn ich behaupte, es ist mir egal. Denn ja, ich habe mich gefreut, als mir am Wochenende WordPress mitteilte, dass ich nun 200 Follower habe. Und ja, ich schaue auch regelmäßig in die Statistik, wie viele Besucher ich hatte und welche Blogposts gelesen wurden.
Ich freue mich auch über jedes „Gefällt mir“ und jeden Kommentar. Weil es zeigt, dass das was ich schreibe nicht völlig ungehört verhallt. Denn letztendlich ist es ja doch Arbeit den Blog zu füttern und wer möchte nicht, dass seine Arbeit honoriert bzw. irgendwie beachtet wird?

Andererseits habe ich den Blog nicht gestartet, um tausende von Followern zu haben – auch wenn nach dem Beginn im Hinterkopf so ein Gedanke war „Vielleicht kommt er ja so gut an …?!“. Den Blog habe ich begonnen, weil das Online-Magazin in dem bis dahin meine Rezensionen veröffentlicht wurden, eingestampft wurde. Bis dahin hatte ich bereits über 5 Jahre hinweg Bücher rezensiert und als begeisterte Leserin, wollte ich das nicht aufgeben. Dank Plattformen wie wordpress war es ja 2013 ein leichtes eine eigene Website zu gestalten. Zumal ich hier schreiben kann was ich will. Ich muss mich nicht wie im Magazin auf Rezensionen beschränken, sondern kann eben auch andere Gedanken veröffentlichen und meiner Schreiblust frönen wie ich mag.
Natürlich frage ich mich immer mal wieder, wie gerade die Nicht-Rezensionen von den Lesern angenommen werden, aber Einfluss auf die Veröffentlichung hat das nicht. Will heißen, ich schreibe und veröffentliche wonach mir ist, was ich gerade sagen will. Und nicht Dinge, von denen ich denke, dass es mir mehr Leser oder Likes bringt. Einzige Ausnahme war zu Beginn das Gewinnspiel. Da dachte ich am Anfang schon, dass es vielleicht mehr Leser auf den Blog zieht. Dem ist aber nicht so wie die Erfahrung zeigt und ich verlose nach wie vor jeden Monat Bücher.
Der Blog ist für mich also nach wie vor in erster Linie Plattform für die Rezensionen, damit ich die veröffentlichen kann und somit entsprechende Beleglinks an die Verlage schicken kann. Und er ist für mich Tagebuch für und Erinnerung an meine bisherigen Reisen.

4 Gedanken zu “MoFra: Wie wichtig sind Follower und Co?

  1. Ich finde es gut, wenn man sich nach den eigenen Lesevorlieben richtet und nicht, wie ein Journalist z. B. das muss, bestimmte Bücher bespricht, weil es gerade auf den Bestsellerlisten ist. Man bekommt dann vielleicht weniger Rückmeldungen, aber ich finde als Leser spürt man doch, dass der Blogger mit dem Herzen dabei ist und aus Liebe zum Hobby etwas schreibt und nicht, weil er sich davon viele Klicks verspricht. Und mir als Blogger macht es auch viel mehr Spaß, über Bücher und Themen zu schreiben, die mir am Herzen liegen ohne Rücksicht darauf, was andere evtl. lesen wollen.

    Dein Beinahe-Unfall hätte wirklich viel schlimmer ausgehen können, wie schön, dass es nochmal gut gegangen ist. Leider hat man es nicht im Griff, wer mit einem sonst noch auf den Straßen unterwegs ist und dass da manche Träumer oder Rücksichtslose mit dabei sind, gehört leider schon dazu. Wenn ich den „Einfädler“ erwischt hätte, wäre mir auch nach ner Ohrfeige gewesen … da sitzt der Schreck in den Knochen!

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Gabi,

      ich fände es ganz furchtbar, wenn ich nur das lesen dürfte/müsste, was andere interessiert. Unter diesen Umständen würde ich wohl keinen Blog mit Buchbesprechungen oder überhaupt einen Blog betreiben, wenn ich nur über das schreiben sollte, was andere interessiert. Das wäre viel zu nervenaufreibend und arbeitsintensiv. Es würde der Spaß fehlen. Das würde ich unter keinen Umständen wollen.

      Ja, das ist wohl wahr. Ich bin sehr erleichtert, dass es nicht geknallt hat. Ich vermute dem Vorfahrt-Nehmer geht es ähnlich. Ich weiß ja auch selbst wie es ist, wenn man etwas falsch einschätzt. Aber ja, ich wollte ihn so gern verprügeln. *g*

      Liebe Grüße
      Sanne

      Gefällt 1 Person

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