BüRü: Petra Durst-Benning: Die Zarentochter

Schon bevor ich diesen Blog hier gestartet habe, schrieb ich Rezensionen. Darunter waren viele Bücher, die mich in irgendeiner Weise (in der Regel positiv) beeindruckt haben. Und es wäre schade, wenn man sich immer nur mit Neuerscheinungen beschäftigt ohne auch mal zurück zu blicken. Daher möchte ich Euch unter der neuen Kategorie „Bücherrückblick“ – kurz BüRü – eben die Bücher vorstellen, die zwar nicht neu, aber eben für mich sehr nachhaltig sind. Viel Spaß dabei.

Als drittes von vier Kindern wird Olga Romanov in die Zarenfamilie geboren. Bereits in jungen Jahren bekommt auch sie eine Ahnung vom Widerstand gegen ihren Vater und Zaren. Dennoch wächst das Mädchen im Kreis der Geschwister verhältnismäßig unbeschwert auf. Erst als es darum geht, sie zu verheiraten, gibt es Schwierigkeiten.

Die ZarentochterDer Zar von Russland ist bestrebt sowohl seinen Sohn als auch seine drei Töchter so zu verheiraten, dass es Russland nutzt. Seine Kinder sehen das freilich etwas anders. Sie fügen sich nicht so einfach. Der Sohn hat eine Affäre mit einer Hofdame, die älteste Tochter heiratet entgegen dem väterlichen Willen einen Mann von geringem Stand. Und auch Olga sieht für sich mehr vorherbestimmt als lediglich eine triste Ehe mit einem Gatten der sie und den auch sie nicht liebt.
Immer wieder verliert sie ihr Herz und wird bitter enttäuscht. Sie ist sogar über zwei Jahre mit einem Prinzen verlobt, den sie nicht einmal zu Gesicht bekommt. So aufregend der Gedanke auch ist und so sehr ihr diese Tatsache darüber hinaus andere lästige Verehrer vom Leib hält, nagt die offensichtliche Zurückweisung an ihr.
Dann jedoch trifft sie Karl. Der junge Spross des württembergischen Königshauses ist ihr äußerst sympathisch. Er sieht nicht nur gut aus, sondern nutzt seinen Kopf auch zum Denken. Er interessiert sich für Architektur und will in Stuttgart seinen eigenen Palast bauen. Olga soll ihm bei verschiedenen Besichtigungstouren in Italien zur Seite stehen. Was für die junge Zarentochter jedoch noch wichtiger ist, ist seine Wohltätigkeit. Ebenso wie sie selbst ist er bestrebt die Armen zu unterstützen. Bleibt nur die Zustimmung ihres Vaters abzuwarten.

Mitreißende Story

Auch wenn es nicht ganz korrekt ist, hatte ich beim Lesen das Gefühl einer Geschichte vor der eigenen Haustür. Auf Karl und Olga finden sich in meinem Wohnort Stuttgart so viele Hinweise, dass man fast glaubt die beiden zu kennen.
Die mitreißende Story um Zarentochter Olga und ihren langen Weg bis zur glücklichen Verheiratung, ist sehr kurzweilig. Die Charaktere sind leuchtend beschrieben. Und auch die Verhältnisse an und zu den verschiedenen Königshöfen und Adelshäusern sind erfreulicherweise nicht so kompliziert dargestellt und gut verständlich.
Der Historische Roman um „Die Zarentochter“ ist unbedingt lesenswert – für Fans von Petra Durst-Benning ohnehin ein Muss. Und vor allem kann man sich auch auf eine Fortsetzung freuen. Für alle die wie ich nicht genug bekommen können.

 

Autorenporträt
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund südlich von Stuttgart. Mit ihren historischen Romanen wurde sie zur Bestsellerautorin; Ihre größten Erfolge sind  Die Glasbläserin, Die Amerikanerin, Das gläserne Paradies, Die Zuckerbäckerin  und Die Samenhändlerin, der die Liebesgeschichte von Floras Eltern schildert.  Petra Durst-Bennings Romane sind fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen – die Gesamtauflage liegt inzwischen weit über der Millionengrenze.

Buchinfo
“Die Zarentochter“ von Petra Durst-Benning
Taschenbuch: erschienen September 2010 bei Ullstein, 432 Seiten, € 9,95, ISBN-13 9783548282787
eBook: erschienen September 2009, 432 Seiten, € 8,99, ISBN-13 9783471920039

Quellen
Bild+Autorenporträt: www.ullsteinbuchverlage.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

 

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