Michael Bussi: Fremde Tochter

Nach 27 Jahren kehrt Clotilde nach Korsika zurück – die Insel, auf der ihre Familie vor so vielen Jahren verunglückte. Statt einen erholsamen Urlaub mit ihrem Mann und ihrer Tochter zu verbringen, holt die Vergangenheit sie ein. Clotilde erhält Nachrichten, die nur von ihrer Mutter stammen können. Und so stellt sie Fragen zu den schicksalhaften Ereignissen.

_Fremde TochterSommer 1989: Die 15jährige Clotilde verlebt mit ihren Eltern und dem Bruder Nicolas wie immer den Urlaub auf Korsika. In ihrem Tagebuch hält sie die Ereignisse des Sommers fest. Schreibt über ihre Ferienclique, ihren Schwarm und ihre Familie sowie die wundervolle Insel, die zum Teil sogar in Familienbesitz ist. Bis zu jenem schicksalhaften Tag im August, als das Auto ihrer Familie in einen Abgrund stürzt.
27 Jahre später: Die nunmehr erwachsene Clotilde kehrt nach Korsika zurück – dem Ort, an dem sie als einzige den tragischen Autounfall überlebte. Gemeinsam mit ihrem Mann und der Tochter will sie den Urlaub auf dem gleichen Campingplatz wie früher verbringen.
Bald schon erhält Clotilde geheimnisvolle Nachrichten und Zeichen. Sie alle deuten darauf hin, dass ihre Mutter noch lebt. Dabei hat Clotilde noch heute die grauenhaften Bilder der Leichen vor Augen.
Unruhig beginnt sie Fragen zu stellen und in der Vergangenheit zu wühlen. Das hat weitreichende Folgen.

Langatmig, verworren und wenig spannend

Ich versuche mal, mich heute nicht so lange zu echauffieren, weil mich die Lektüre dieses Schinkens schon viel zu viel Zeit meines Lebens gekostet hat. Das Buch finde ich furchtbar. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich langsam aber sicher der Krimis überdrüssig werde. Und langsam zweifle ich mein eigenes Urteil an. Also lest am besten noch andere Rezensionen zum Buch.
Jedenfalls hat mich jeder neue Twist – und im letzten Drittel gibt es gefühlt nach jedem Kapitel einen – nur genervt. Das Buch ist langatmig, weitschweifig und ohne Tempo. Ich fand es total verworren und nur mäßig spannend. Erst recht den Schluss und die Auflösung. Nicht mal den Landschaftsbeschreibungen konnte ich etwas abgewinnen. Ab etwa der Mitte habe ich mir nur noch gewünscht, dass die ganze Insel einfach implodiert und alle sterben. Alle!

 

Autorenporträt
Michel Bussi, geboren 1965, Politologe und Geograph, lehrt an der Universität in Rouen. Er ist einer der drei erfolgreichsten Autoren Frankreichs. Seine Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Bei Rütten & Loening und Aufbau Taschenbuch liegen seine Romane „Das Mädchen mit den blauen Augen“, „Die Frau mit dem roten Schal“, „Beim Leben meiner Tochter“ und „Das verlorene Kind“ vor. Mehr zum Autor unter www.michel-bussi.fr

Buchinfo
„Fremde Tochter“ von Michael Bussi, erschienen bei Rütten & Loening
Taschenbuch, Klappenbroschur: 528 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-352-00901-3
eBook: 544 Seiten, € 11,99, ISBN: 978-3-841-21382-2

Quellen
Bild/Autorenporträt: www.aufbau-verlag.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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