Wham! Bam! Thank you, Mam!

Diesen Ausdruck benutzen glaube ich eigentlich eher Soldaten im Zusammenhang mit einem schnellem Beischlaf, aber ich benutze es jetzt auch mal. Nicht wegen einem schnellem Beischlaf natürlich. Sondern vielmehr ging da jetzt was anderes schneller und war überraschender als ich eigentlich wollte und dachte und überhaupt…. Wie wenn man am Bahnsteig steht und plötzlich volle Lotte ein ICE an einem vorbei rauscht. Ich bin also total platt.
Um den Lesern dieses Blogs nicht nur Bücher vorzustellen und über meine Reise(n) zu schwadronieren, wollte ich auch mal ein Autoreninterview einschieben. Da schien mir die Möglichkeit eines Email-Interviews perfekt. Die Vorteile liegen auf der Hand: 1. Der Autor kann sich selbst einteilen, wann er die Fragen beantwortet und hat zeit zum Nachdenken. 2. Ich als schüchternes und wenig-selbstbewusstes Wesen muss nicht nervös rumstottern, wenn ich dem Autor gegenüber sitze. Und 3. muss ich das Interview nicht nach Diktat abtippen oder so.
Soweit die Theorie.
Mit selbiger habe ich mich an einen Verlag gewandt und einfach mal ein paar deutschsprachige Autoren aufgezählt, die ich mir für ein Email-Interview vorstellen könnte.
Tja, nun ist es so, dass ich ja auf die Buchmesse gehe. Und ehe ich es mich versehe, habe ich mit meiner freundlichen Ansprechpartnerin vom Verlag mal eben drei(!!!!) Interviewtermine für die Messe vereinbart. Drei Autoren hintereinander weg! Ich kann ihr ja schlecht sagen „Och nö, ich bin zu feige dafür. Ich will nicht mit denen reden.“ AHHHHHHHHHHHHHHHH!
Irgendwie kam halt eins zum anderen… und jetzt frage ich mich, wie ich das hinkriegen soll. Ich werde ja schon nervös, wenn ich bei einer Familienfeier ein Gedicht vorlese! Wie soll ich denn da halbwegs professionell mit einem Autor reden? Nicht, dass ich nicht schon Fragen vorbereitet hätte. Aber ich kenn mich doch, mir wird der Magen flattern, die Knie werden weich sein und ich werde mich verhaspeln. Und vielleicht sind ja auch meine Fragen voll blöde.
Meine einzigen beiden Interviews habe ich glaube ich mit 16 geführt. Das waren (fand ich) coole Musiker und die haben nicht erwartet, dass ich souverän bin und erfahren. In der Technoszene waren ja eh alle auf Droge. Jetzt bin ich 20 Jahre älter – Aaaaalter, im ernst? Ist das echt so lange her???? – und sollte professioneller drauf sein. Sollte.
Klar, so ein Autor ist kein Übermensch und ich denke, die sind auch alle nett und beißen nicht. Aber man will ja auch einen guten Eindruck hinterlassen, nicht wahr!? Man will von jemandem, den man gut findet, ja nicht für blöde gehalten werden.
Jetzt also mein Hilferuf: Wer von Euch hat Erfahrungen mit Live-Interviews? Ward Ihr auch nervös und wie habt Ihr das überwunden? Habt Ihr Tipps worauf ich achten sollte? Gibt es dabei No-Gos?
Ich danke schon mal im Voraus.

Ein Gedanke zu “Wham! Bam! Thank you, Mam!

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