MoFra: Gefrorenes Blut beim Lesen?

Montagsfrage 3

Und wieder ein Wochenstart. Ich bin froh, dass es sich jetzt etwas abgekühlt hat. Vor allem am Wochenende hat es hier in Stuttgart schön viel geregnet. Aber immerhin zur CSD-Demo war die Sonne noch da. Und ich vermute die meisten Feiernden haben sich von dem anschließenden Regen nicht stören lassen.
Aber nun zur Montagsfrage. Diese wird allwöchentlich gestellt von Antonia von Lauter-und-Leise.com. Heute möchte sie wissen:

Können Bücher bei euch das Blut in den Adern gefrieren lassen?

Jup, können sie. Ich bin ohnehin ein emotionaler Mensch. Wenn ich ein Buch lese, liest alles an mir mit. Das Hirn natürlich, das Herz und auch mein Gesicht mit bzw. entspricht meine Mimik dem Gelesenen. Mir fällt es manchmal auf.

Es gibt natürlich den ein oder anderen Thriller wie „Einer lebt, einer stirbt“ – der fulminante Auftakt zur DI-Helen-Grace-Reihe von Matthew J. Arlidge, die mich schockstarr haben sitzen lassen. Allerdings habe ich dieses Gefühl von gefrorenem Blut in den Adern häufiger bei Büchern die Tatsachen und Biografien schildern. Wenn das was ich lese so grausam ist und ich mich nicht damit beruhigen kann, dass es sich ja nur jemand ausgedacht hat. Das trifft oft auf Bücher über den Holocaust zu, wenn Zeitzeugen über ihre Erlebnisse berichten. Oder wenn Menschen ganz selbstverständlich von Gewalt und Unterdrückung und Vernichtung sprechen.

Den Atem geraubt hingegen hat mir das Buch von Aron Ralston „Im Canyon“ in dem er schildert wie er sich bei einer Klettertour den Arm einklemmt und diesen schließlich selbst amputiert. Eiskalte Schauer am Rücken waren meine Begleiter bei der Lektüre.

Wie gesagt bin ich generell ein emotionaler Mensch und somit ein emotionaler Leser. Ich weine und lache beim Lesen. Ich fühle mit den Protagonisten mit, fürchte mich, fiebere mit. Ich lebe viele Gefühle aus beim Lesen und auch wenn es gerade beim öffentlichen Lesen manchmal peinlich ist, liebe ich es.

5 Gedanken zu “MoFra: Gefrorenes Blut beim Lesen?

  1. Hallo,
    ich habe gerade einen Roman gespickt mit Tatsachen gelesen. „Zersetzt“ von Michael Tsokos und ja das war für mich echt schwere Kost. Das Buch „Im Canyon“ kenne ich nicht, aber ich habe den Film gesehen und ja der hat mir auch das Blut gefrieren lassen.
    Lieben Gruß
    Kirsi

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Kirsi,
      ja, „Zersetzt“ bzw. die anderen Bücher aus dieser Reihe habe ich auch gelesen. Diese True-Crime-Romane sind tatsächlich schwere Kost, da hast du recht.

      Den Film zu „Im Canyon“ hingegen habe ich nicht gesehen. Ich habe mich ganz ehrlich nicht getraut. Vielleicht wenn er mal im TV läuft spät Nachts u ich ihn alleine daheim gucken kann.
      Viele Grüße
      Susanne aka Wortgestalten

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  2. Pingback: Die Montagsfrage #46 – Können Bücher bei euch das Blut in den Adern gefrieren lassen? | Lauter&Leise

    • Hallo Tina,
      danke für Dein Feedback.
      Ich glaube, ohne Fühlen und Emotionen könnte ich kein Buch lesen. Deswegen lese ich so wenig Sachbücher. 🙂

      Liebe Grüße
      Susanne aka Wortgestalten

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